Das Stück trägt die Gattungsbezeichnung "Operettical": Wie in Musical und Operette gipfeln die Szenen mit gesprochenen Dialogen jeweils in gesungenen Musiknummern. Während aber die Textgestalt völlig neu ist und sich nur parodistisch auf Shakespeare bezieht, wurde bei der Musik ausschließlich auf bestehende Musik aus dem Bereich der klassischen Operette zurückgegriffen (hauptsächlich Jacques Offenbac, zwei Nummern von Johann Strauss). Diese Musiknummern wurden jedoch nicht lediglich als Zitate eingebaut, sondern mit völlig neuen Texten versehen, so daß sich für den Zuhörer der Eindruck eines eigenständigen Stückes mit eigens dafür komponierten Musiknummern ergibt.
Ausgangspunkt war folgende Überlegung: Offenbach hat wunderbare, spritzige, sehr freche Operetten geschrieben (die ja thematisch auch des öftere Klassikerparodien waren). Leider geht durch die entsetzlich altbackenen Übersetzungen, die in Deutschland benutzt werden, diese Qualität meist verloren, so daß Offenbachs Meisterwerke in Deutschland in der Regel sehr bieder wirken. Die neuen Texte sind deutsche Originaltexte, sie funktionieren in der deutschen Sprache und werden gerade dadurch Offenbachs Originalen häufig gerechter als das gedrechselte Libretto-Deutsch gängiger Übersetzungen. Während Offenbach-Komödien üblicherweise allenfalls ein genügsames Schmunzeln hervorrufen, erreicht man mit diesem Stück Offenbachs eigentliches Ziel: Das Publikum lacht sich schlapp.
Jacques hätte es geliebt!!